

Dezember 2010Helléborus nígerChristrose, Schneerose |
November 2010Achilléa millefóliumGemeine Schafsgarbe |
Oktober 2010Lámium álbumWeiße Taubnessel |
September 2010Solánum nígrumSchwarzer Nachtschatten ![]() |
August 2010Cichórum íntybusGemeine Wegwarte ![]() |
Juli 2010Sédum ácreScharfer Mauerpfeffer ![]() |
Juni 2010Euphórbia cyparíssiasZypressen-Wolfsmilch ![]() |
Mai 2010Lámium purpúreumRote Taubnessel ![]() |
April 2010Herlitze, Córnus másKornelkirsche ![]() |
März 2010Leucójum vérnumMärzenbecher ![]() |
Februar 2010Europäische LärcheLárix decídua ![]() |
Januar 2010Táxus baccátaEibe ![]() |
Dezember 2009Víscum álbumLaubholz-Mistel |
November 2009Euónymus europaéusEuropäisches Pfaffenhütchen |
Oktober 2009Hedera helixGemeiner Efeu |
September 2009Círsium arvénseAcker-Kratzdistel ![]() |
August 2009Conýza canadénsisKanadisches Berufskraut ![]() |
Juli 2009Echium vulgareGemeiner Natterkopf ![]() |

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Lebensform: Immergrüner Halbschmarotzer, der den Ästen von Laubbäumen aufsitzt. Er entzieht dem Holzteil der Äste Wasser und die darin gelösten Mineralsalze. Das Astsystem ist gabelig verzweigt, grün und assimilierend. Im Laufe der Jahre wachsen Misteln häufig zu kugeligen Büscheln heran, die bis zu einem Meter Durchmesser erreichen können. Wirtspflanzen sind vor allem Pappeln und Apfelbäume, seltener andere Obstbäume, Weißdorn, Weiden, Linden, Robinien u. einige weitere Arten.
Blüte: Die eingeschlechtlichen unscheinbaren Blüten sitzen in den Gabeln zwischen den Zweigen. Sie sind auf zwei verschiedene Individuen verteilt (= Zweihäusigkeit).
Blütezeit: Februar - April
Blätter: Immergrün, meist zweijährig, lederartig, ganzrandig, spadelförmig. Sie sitzen am Ende der gleichmäßig gabelig verzweigten Sprosse.
Früchte: Zweisamige, beerenartige, runde, weiße Früchte mit zähem, schleimig-klebrigem Fruchtfleisch. Verdauungsver- breitung durch Vögel. Fruchtreife: November - Januar Die Samen sind nur kurze Zeit keimfähig. Die Keimlinge wachsen nur auf jüngeren, noch dünnrindigen Zweigen an. Die Samen sind Lichtkeimer.
Verbreitung: In wintermilden Regionen Südskandinaviens sowie Mittel- und Südeuropas, über basenreichen, oft kalkhaltigen Böden. Ebene bis mittlere Bergstufe.
Wissenswertes: In der Mythologie und im
Aberglauben spielt die Pflanze eine wichtige Rolle. Für die
Germanen war die Pflanze heilig, da sie glaubten, die Götter
hätten den Samen auf die Bäume gestreut. Die gallischen
Priester (Druiden) benutzen sie als Heilmittel und zu kultischen
Handlungen. In England werden zur Weihnachtszeit Mistelzweige
aufgehängt. Auch pharmakologisch besitzt die Pflanze
Bedeutung. Sie soll ein Mittel gegen Bluthochdruck und gegen
Krebs sein, wobei die Wirksamkeit umstritten ist. Mistelbeeren
wurden früher für Volgelleim (lat.: viscum) zum
Vogelfang gebraucht.
Die Mistel steht unter Naturschutz!!
Alle Pflanzenteile enthalten giftige
Inhaltsstoffe in Form von basischen Polypeptidgemischen
(Viscotoxine). Die Stärke des Giftes ist von der
Wirtspflanze abhängig.



Lebensform:: Sommergrüner, sparriger Strauch mit wintergrünen Zweigen (= Rutenstrauch) mit 1 – 3 m Höhe; selten auch ein Baum bis zu 6 m Höhe.
Blüte: 4-zählig (je 4 Kelch-, Kron-, Staub- und Fruchtblätter) radiärsymmetrisch, in achsenständigen Scheindolden. Blüten unscheinbar, Kronblätter länglich, grünlich-weiß; Blütezeit: Mai - Juni
Blätter: Gegenständig, eiförmig bis lanzettlich, 3 - 8 cm lang, gesägt.
Früchte: Karminrote 4-fächrige Kapsel. Wenn diese aufspringt erscheinen die Samen, die je von einem orangefarbenen fleischigen Samenmantel umgeben sind.
Verbreitung: Hecken, krautreiche Auenwälder, auf frischen nährstoffreichen Lehmböden. Wird auch gerne als Zierstrauch (-baum) in Parkanlagen angepflanzt.
Wissenswertes: Sehr hartes Holz, das von Drechslern insbesondere zur Herstellung von Garnspindeln (Spindelbaum!) genutzt wird / wurde. Das Pfaffenhütchen erscheint mit seiner orangen bis roten Laubfärbung im Herbst in voller Pracht. Die Früchte mit ihren karminroten Kapseln und den orangefarbenen Samenmänteln geben der Pflanze ihren Name (Pfaffenhütchen!) und sehen sehr attraktiv aus. Die Pflanze ist in allen Teilen giftig, vor allem durch‚ Steroidgykoside und Alkaloide.


Das obere Bild zeigt die gelappten Blätter der sterilen, das untere Bild die ungelappten und spitz-eiförmigen Blätter der fertilen Zweige.
Lebensform: Immergrüner Kletterstrauch (Liane); bis max. 20 m Länge und über 10 cm Stammdurchmesser. Wurzelkletterer: Die sprossbürtigen Luftwurzeln haften am Substrat (Bäume, Felsen oder Mauern).
Blüte: Einfache, halbkugelige echte Dolde, Blütenblätter grün, Staubbeutel gelb; homogame „Scheibenblume“, die reichlich Nektar absondert. Blütenbesuch durch Fliegen und Hautflügler; wichtige Pollenquelle für Bienen im Herbst. Herbst- und Winterblüher (Ende August bis Dezember) Lichtblüher, bleibt im Schatten steril.
Blätter: Verschiedenblättrigkeit: Die Blätter der sterilen im Schatten wachsenden Zweige sind gelappt, die der zum Licht hin wachsenden Blütenzweige ungelappt und spitzeiförmig
Früchte: Schwarzblaue Beeren; Verdauungsverbreitung besonders durch Vögel. Fruchtreife im Frühjahr (März bis April).
Verbreitung: krautreiche Laubwälder, Parkanlagen; an Felsen und Mauern, auf frischen, nährstoffreichen, lockeren, humosen Lehmböden.
Wissenswertes: Schon seit dem Altertum wird die Pflanze zur Hausbegrünung verwendet, vorzugsweise in Nordlage. Sie schützt die Mauern und wirkt wärmeisolierend. Auch als Arzneipflanze wurde sie schon im Altertum genutzt; heute noch in Präparaten gegen Keuchhusten und vor allem in der Homöopathie. Giftig in allen Teilen durch Saponine; als besonders giftig gelten die Beeren.


Lebensform: Wurzelknospen-Erdpflanze, Tiefwurzler (Wurzel bis 2,8 m tief)
Blüte: Blütenkörbchen aus ca. 100
zwittrigen Blüten mit langen Kronröhren.
Hauptbestäuber sind Falter und Hummeln. Neben den zwittrigen
gibt es auch weibliche Pflanzen (mit eingeschlechtigen,
weiblichen Blüten) mit kleineren Blütenkörbchen.
Die Blüten sind rötlich-violett.
Blütezeit: Juli bis September
Stängel und Blätter: Der Stängel ist dornlos. Er weist eine reiche Verzweigung auf. Die Blätter sind buchtig gezähnt und mit Dornen bewehrt.
Früchte: Achänen mit hyroskopischem Haarkelch (Pappus); Schirmchenflieger
Verbreitung: Äcker, Ruderalstellen, Waldschläge und Ufer; liebt nährstoffreichen, tiefgründigen Lehmboden; Stickstoffzeiger
Wissenswertes: Gefürchtetes Acker-Unkraut. Durch waagrecht verlaufende Wurzelsprossen ist die Pflanze ein Wurzelpionier. Selbst aus kleinen abgehackten Wurzelstückchen können neue Pflanzen austreiben. Ursprüngliches Vorkommen waren Waldsäume. Durch Rodung von Wäldern wurde die Pflanze zum Kulturfolger und wächst heute auf anthropogenen Standorte. Die Ackerkratzdistel ist eine wichtige Nektarquelle für Tagfalter.


Lebensform: Einjährige Sommerpflanze.
Blüte: Das was uns als eine einzelne Blüte erscheint, ist ein Blütenstand. Die Blütenachse hat sich in die Breite entwickelt. Die vielen einzelnen Blüten sitzen wie in einem Körbchen (Korbblütler!!). Außen stehen mehrreihig sehr feine und schmale, schmuzigweiße Zungenblüten. In der Mitte stehen die gelblichen Röhrenblüten. Die Zungenblüten stehen aufrecht und sind nicht wesentlich länger als die Röhrenblüten. Jedes Körbchen ist umgeben von Hüllblättern.
Blätter und Stängel: Stängel behaart, oben stark verzweigt; die Blätter sind schmal Lanzettlich, z.T. gezahnt und wechselständig angeordnet.
Früchte: Eine Sonderform der Nussfrüchte, die Achänen. Bei ihnen sind Frucht –und Samenschale fest miteinander verbunden. Der Blütenkelch, als Haarkranz (= Pappus) ausgebildet, bleibt erhalten und dient der Frucht als Flugorgan (Schirmchenflieger - „Pusteblume“).
Verbreitung: Eingebürgerte Pflanze (Neophyt). Ihre natürliche Heimat ist südliches Kanada und Nordamerika. Hier findet man sie in Unkrautfluren, an Schuttplätzen, Wegen, Dämmen, in Äckern und Brachen oder in Schlägen oder Brandflächen des Waldes auf mäßig stickstoffreichen Böden. Sie ist eine Wärme liebende Lichtpflanze. Sie kommt sehr häufig vor und ist in allen Parkanlagen, auf Mittelstreifen von traßen, unter Straßenbäumen ect. zu finden.
Wissenswertes: Kleingeschnittene Blätter können zum Würzen von Salaten, Quark und Kartoffelgerichte genutzt werden. Aber auch als Heilpflanze kann sie genutzt werden. Der Name Berufskraut rührt von der Vorstellung, die Pflanze könne schützen gegen das „Berufen“ von Hexen.


Lebensform: Zweijährige Halbrosettenpflanze Trockenpflanze: Tiefwurzler. Gelegendlich kann man auch einen weißblühenden Natterkopf sehen.
Blüte: Keine freistehenden
Blütenblätter: 5 miteinander verwachsene
Kelchblätter, ebenso 5 miteinander verwachsene
Kronblätter. Die 5 Staubblätter sind mit den
Kronblättern verwachsen (dies alles sind Merkmale der
Rauhblattgewächse). Staub- und Fruchtblätter ragen weit
aus der Blüte heraus. Die Blütenknospe ist rosa, die
Blüte leuchtend blau. Die Staubblätter sind ebenfalls
rosa (schöner Kontrast von Blau und Rosa). Blüte
dorsiventral.
Blütezeit: Mai - September; Hauptblütezeit aber
Juni - Juli.
Blätter und Stängel: Sind borstig behaart (Rauhblattgewächse!). Blätter sind wechselständig angeordnet.
Früchte: Spaltfrüchte, die in vier kleine Teilfrüchte (= Klausen) zerfallen.
Verbreitung:Trockenrasen, sonnige Ruderalstellen
Wissenswertes:Die Blüte mit ihren herausragenden Staub- und Fruchtblätter erinnert entfernt an einen Schlangenkopf (Name!). Junge Triebe sind als Gemüse verwendbar.