Pflanze des Monats: April

Adónis vernális, Adonisröschen
Ranunculáceae, Hahnenfußgewächse

Blüte

Blätter und Knospen

Habitus

Adonisröschen auf
Trockenrasen

Steckbrief:

Das Frühlings-Adonisröschen ist eine ausdauernde Pflanze. Sie ist typisch für kontinentale Steppen und kommt in Deutschland nur an wenigen Standorten vor, so auch an den Pontischen Hängen in Lebus an der Oder (ca. 10 km nördlich von Franfurt / O.). Die leuchtend gelbe Blüte besteht aus 10 - 20 schmalen Blütenblätter und ist sehr groß. Die Blütezeit ist Ende März bis Mitte Mai. Das Frühlings-Adonisröschen steht unter Naturschutz.

Durch Herzglykoside ist das Adonisröschen giftig!

Details:

Lebensform: Hemikryptophyt (Erdschürfepflanze), Tiefwurzler: Das Wurzelsystem ist reich verzweigt und reicht bis zu einem Meter tief. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 10 - 40 cm.

Blüte: Die Blüten stehen endständig am Stängel und haben einen Durchmesser von 4 - 8 cm Durchmesser. Die Blüte hat 5 breit-eiförmige Kelchblätter und 10 - 20 schmal-keilförmige Kronblätter, die leuchtend-gelb sind. Staub- und Fruchtblätter sind zahlreich.
Blütezeit: Von April bis Mai

Blätter: Die fast sitzenden Laubblätter sind zwei- bis vierfach fein gefiedert mit schmalen Zipfeln.

Früchte: Der kugelige Fruchtstand besteht aus dicht gedrängten Nüsschen. Diese werden durch Ameisen verbeitet.

Verbreitung: Das Frühlings-Adonisröschen ist eine typische Pflanze kontinentaler Steppen. Das geschlossene Hauptver-breitungsgebiet dieser Pflanze liegt in der westasiatisch-südsibirisch-pontisch-pannonischen Steppenregion (Submeridionale Florenzone). In Deutschland tritt das Frühlings-Adonisröschen nur in getrennten Kleinarealen und Insellagen mit trockenwarmen Klima auf, so im mittleren Odergebiet wie den Pontischen Hängen in Lebus.

Wissenswertes: Der Sage nach soll die Pflanze aus dem Blut des durch einen Eber tödlich verwundeten Adonis, des Lieblings der Aphrotite und den Tränen der Göttin entstanden sein. Der Gattungsname "Adonis" kommt allerdings von dem blutrot blühenden Flammen-Adonisröschen (A. flámmea). Alle Adonisröschen sind stark in ihrem Bestand gefährdet und stehen daher unter Naturschutz.

Durch ca. 30 verschiedene Cardenolidglykoside (herzwirksame Glykoside) sind Adonisröschen giftig. Medizinisch kommen die Wirkstoffe als Herzmedikamente in Einsatz.