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Pflanze des Monats: März 2010

Leucójum vérnum, Knotenblume, Märzenbecher
Amaryllidáceae, Narzissengewächse

Die Märzenbecher bilden sehr zeitig im Frühjahr eine weiße Pracht in feuchten Laubwäldern und Auenwäldern. Ihre Bestände sind sehr gefährdet, daher stehen sie unter Naturschutz. Diese Bilder sind im mittleren Saaletal in der Nähe von Dornburg (Thüringen) am 21. März 2010 entstanden.

Details

Lebensform: Zwiebel-Geophyt: Die Zwiebel ist etwa 2 cm dick und wird vom scheidenförmigen Blattgrund gebildet. Sie liegt circa 20 - 30 cm tief im Erdreich. Bereits im Frühsommer werden die Laubblätter wieder eingezogen. Folglich gehört der Märzenbecher zu den vorsommergrünen Pflanzen. Der Märzenbecher erreicht eine Wuchshöhe von 10 bis 30 cm.

Blüte: Die sechs Blütenblätter sind nicht differenziert in Kelch- und Kronblätter. Sie sind weiß und die Blütenblattspitzen laufen stumpf- zipfelig aus, sind verdickt und weisen eine gelbgrüne, fleckenartige Färbung auf. Der Fruchtknoten ist unterständig und fällt als verdickter Knoten auf (Name:Knotenblume!). Die nach Veilchen duftenden Blüten sind glockenförmig und hängen meist einzeln, selten zu zweit, nickend am Blütenschaft. Nektarabsonderung ist gering, aber saftreiche Diskuszellen werden von Insekten angebohrt.

Blütezeit: Februar - April

Blätter: Meist drei bis fünf breit-linealische, dunkelgrüne Laubblätter stehen an der Basis der Pflanze. Sie sind bis zu 20 cm lang und werden etwa 1 cm breit. Ein charakteristisches Merkmal ist die 3,5 cm lange häutige "Blattscheide". Diese besteht aus zwei miteinander verwachsenen Hochblättern und überragt den ansonsten blattlosen Stängel.

Früchte: Birnenförmige und fleischige fachspaltige Kapsel mit weißen kugeligen Samen. Die Verbreitung findet durch Tiere statt.

Verbreitung: Feuchte Wälder (Auenwälder), feuchte Wiesen und Ufer auf nährstoffreichen, sauren Böden.

Wissenswertes: Pflanze ist in ihrem Bestand stark gefährdet und steht unter Naturschutz!!
Die ganze Pflanze ist durch Alkaloide giftig!!