





Die Pflanze wird bis zu 40 cm hoch und ist eine Staude. Sie führt Milchsaft und hat schmale, nadelförmige aber weiche Blätter und gelbgrüne Blüten, die zu Trugdolden angeordnet sind. Die Pflanze ist stark giftig!
Lebensform:Wurzelgeophyt, sommergrüne Pflanze
Blüte:Der Gesamtblütenstand ist doldenartig. Die Seitenzweige übergipfeln
den Hauptspross und enden mit einem blütenähnlichen Teilblütenstand. Es handelt sich also um Scheinblüten, bei denen mehrere kleine Blüten
eine Einzelblüte vortäuschen. Diese Scheinblüten werden aufgrund ihres Aufbaus und Aussehens als Cyathien bezeichnet (griech.: kyahtos =
Becher). Ein Cyathium besteht aus einem Fruchtknoten bzw. einem Staubblatt und den zwei halbmondförmigen, zweihörnigen Nektardrüsen und
den als Schauorgan dienenden Hochblättern, die wie ein Becher jede einzelne Blüte umschließen. Die Blüten sind streng vorweiblich, d.h.
bei jeder einzelnen Pflanze blühen zuerst die weiblichen Blüten. Die Nektarien sind goldgelb und duften nach Honig.
Blätter:Die Blätter sind lineal. Die Pflanze ist dicht beblättert. Die nichtblühenden Triebe sind tannenwedelartig (zypressenähnlich aussehend = Name!).
Früchte:Dreiteilige Spaltfrucht, die in drei einzelne Spaltfrüchte zerfällt. Diese öffnen sich durch einen Stoßmechanismus explosionsartig und schleudern den Samen aus. Der Samen kann bis zu zwei Metern fortgeschleudert werden. Die Samen sind mit Ölkörpern versehen und werden von Ameisen verbreitet.
Verbreitung:Trockenrasen und trockene, sonnige Säume und Ruderalstellen, auf basenreichen Böden.
Wissenswertes:Alle Euphorbiaarten enthalten ungegliederte Milchsaftschläuche. Der Milchsaft enthält Harz, Kautschuck, Fette, Eiweiß, Stärke. Die meisten Arten der Gattung sind durch hautreizende Diterpenester im Milchsaft stark, eventuell sogar tödlich giftig!! Die Zypressenwolfsmilch wird oft vom Erbsenrostpilz befallen. Sie sieht dann oft ganz anders aus, ohne Blüten, bleibt steril: Unverzweigter Spross, kürzere, dickere, gelbe Blätter, meist mit punktförmigen schwarzen Sporenlagern.