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Pflanze des Monats: Januar 2010

Táxus baccáta, Eibe
Taxáceae, Eibengewächse

Die Eibe gehört zu den Nacktsamern, d.h. der die Samenanlage umgebende Fruchtknoten fehlt. Das, was uns als rote Steinfrucht erscheinen könnte,

ist morphologisch betrachtet keine Frucht. Der Samen trägt lediglich einen durch Karotinoide lebhaft rot gefärbten Samenmantel. Dieser ist wohlschmeckend und sehr süß!!!

Ansonsten sind alle Teile der Pflanze sehr giftig!!!

Sie enthalten das bittere und äußerst giftige Alkaloid Taxin, ein Herzgift. Die Eibe ist zweihäusig, d.h. die männlichen und weiblichen Blüten befinden sich an verschiedenen Bäumen.

Der Baum steht unter Naturschutz!

Weiblicher Baum

Weibliche Zweige

Männliche Zweige

Details

Lebensform: Immergrüner Nadelbaum, aber auch strauchförmiges Wachstum ist üblich. Wuchshöhe: gewöhnlich 2 - 5 m, in Ausnahmefällen auch mal 15 m.Ganze Pflanze ohne Harzgänge. Innerhalb der Samenpflanzen gehört die Eibe, wie auch die Nadelhölzer, mit denen sie aber nicht verwandt ist, zu den Nacktsamern, d.h. der die Samenanlage umschließende Fruchtknoten fehlt.

Blüte: Windblütig, zweihäusig, d.h. männliche und weibliche Blüten befinden sich an unterschiedlichen Bäumen. Die weiblichen Blüten sind unscheinbar. Sie sind nur 1 - 1,5 mm groß und grünlich und stehen als Kurztriebe in den Blattachsen jüngerer Zweige. Die männlichen, kugelförmigen Blüten mit einem Durchmesser von 4 mm bestehen aus 6 - 14 schildförmigen Staubblättern mit je 6 - 8 Pollensäcken auf der Unterseite. Blütezeit: März - April

Blätter: Die Nadeln sind weich und biegsam. Sie stehen an den Leittrieben spiralförmig, während sie an den Seitenzweigen zweizeilig angeordnet sind. Die Oberseite ist glänzend dunkelgrün mit einem erhobenen Mittelnerv. Die Unterseite ist hell- oder olivgrün.

Früchte: Je Blüte entsteht ein grüner, nur wenige Millimeter großer Samen, der zur Reife rings von dem durch Karotinoide lebhaft rot gefärbten Samenmantel umgeben ist. Dieser Samenmantel bildet sich aus einem an der Basis der Samenanlage ringförmigen Wulst. Der Samenmantel ist fleischig und wohlschmeckend!

Verbreitung: Meist angepflanzt. Spontan nur noch sehr selten: So z.B. im Unterstand von Laubmischwäldern im Gebirge bis 1400m.

Wissenswertes: Das Holz der Eibe gehört neben dem des Buchsbaums zu den härtesten heimischen Hölzern. Schon in der Jungstein- und Bronzezeit wurde aus dem Eibenholz Speere und Bögen gefertigt. Die Waffenherstellung aus Eibenholz geht bis in die Renaissance und führte zur Dezimierung der Bestände, wovon sich bis heute die Eibenpopulation nicht erholt hat. Eiben eignen sich hervorragend als schnittfeste Heckenpflanze. Alte, natürlich vorkommende Eiben sowie die noch vereinzelt vorkommenden Eibenwälder sind Naturdenkmäler.

Die Eiben steht unter Naturschutz!!

Die tödliche Giftigkeit der Pflanze war bereits Thema der griechischen Mythologie. Bei den alten Griechen war die Eibe der Baum der Trauer und des Todes. Die Kelten benutzten Eibennadelabsud als todbringendes Gift für ihre Pfeilspitzen. Das bittere und äußerst giftige Alkaloid Taxin ist ein Herzgift. Schon der Verzehr einer handvoll Nadeln kann zum Tode führen. Alle Teile der Pflanze sind giftig, außer dem roten Samenmantel.