




Die immergrüne, ausdauernde Pflanze ist ein Winter- bzw. Schneeblüher. Die Blüten sind groß und weiß und stehen endständig. Die grundständigen Blätter sind fußförmig in sieben bis neun lanzettliche Abschnitte gegliedert. Wild kommen die Pflanzen nur in den Alpen, in den Apeninnen und im nördlichen Balkan vor.
Die Pflanze ist stark giftig!
Lebensform: Immergrüne Rosettenpflanze mit schwarzem Rhizom und schwarzen Wurzeln (Name: níger). Sie erreicht eine Wuchshöhe von 10 bis 30 cm. An geeigneten Plätzen können Individuen dieser Pflanze bis zu 25 Jahre alt werden.
Blüte: Blüten stehen endständig, meist einzeln am meist unverzweigten
Stängel. Die Blüte erreicht einen Durchmesser von 5 - 10 cm. Die Blütenhülle ist weiß bis rosa, später vergrünend. Zwischen den
zahlreichen spiralig angeordneten Staubblätter und der Blütenhülle stehen zahlreich die trichterförmigen gelblichen Nektarblätter,
die reichlich Nektar absondern und stärker und anders duften als die Blütenhülle. Die Pflanze ist ein Winter- bzw. Schneeblüher.
Aufgrund der sehr frühen Blütezeit ist eine Bestäubung durch Insekten nicht immer gesichert. Die Christrose gleicht diesen Nachteil
dadurch aus, dass die Narben sehr lange befruchtbar bleiben und im ungünstigsten Fall sich auch selbst bestäubt.
Blütezeit: von Dezember bis April.
Blätter: Die am Grund lang gestielten, ledrig, tiefgrünen Laubblätter sind fußförmig in sieben bis neun Abschnitten gegliedert. Am Stängel befinden sich eins bis zwei blasse, ovale Hochblätter.
Früchte: Aus den drei bis acht Fruchtblättern entwickeln sich Balgfrüchte mit zahlreichen Sahmen.
Verbreitung: In den Alpen von der Tallage bis zur Höhenlage von 1900m, im Apennin und im nördlichen Balkan. Als Standort bevorzugt die kalkliebende Pflanze buschige Hänge, lichte Buchen- und Buchenmischwälder, aber auch Fichtenwälder.
Wissenswertes: In den Blumengeschäften wird die Pflanze gerne als Topfpflanze oder auch Schnittblume zur Weihnachtszeit gekauft. Im Aberglauben galt die Pflanze wegen ihrer Blüte zur "Heiligen Zeit" ( = Christfest - Name!) als heilig. Man schrieb ihr besondere Kräfte zu, z.B. böse Geister auszutreiben bzw. die Pest zu heilen. Das gepulverte Rhizom war Bestandteil des "Schneeberger Schnupftabaks".
Die Pflanze ist stark giftig durch Sabonine und Protoanemonin. In der Gattung kommen außerden starke Herzgifte vor. Die Giftwirkung der Helleborusarten war schon im Altertum bekannt. (Name: griech. helein = töten und bora = Nahrung).